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Elektro(hyper)sensitivität / Elektrosensibilität (EHS) - ICD 10 2011 GM alpha Z58


Ungefähr 3 v.H. der Patienten mit MCS in Deutschland - und auch in den USA - geben an, empfindlich auf elektromagetische Felder zu reagieren. Elektrosensibilität tritt aber i.d.R. aber auf, ohne dass die Betroffenen gleichzeitig an MCS leiden. Eine routinemässige Diagnostik zum Nachweis von Elektrosensibilität steht leider derzeit nicht zur Verfügung.

Die WHO bezeichnet dieses Phänomen als: "Electromagnetic Hypersensitivity" (EHS).

Dass der menschliche Organismus auf elektromagnetische Wellen reagieren kann ist bekannt. Toxisch bedingte Lichtdermatosen sind seit langer Zeit beschrieben. Lichtempfindlichkeit wird in der Neurochirurgie bei Hirnverletzten und auch gelegentlich als Begleitsymptomatik der Migräne beobachtet. In der Hirnforschung, in der Neurophysiologie und in der Dermatologie ist das Phänomen also allgemein bekannt. Allerdings gilt dies bezogen auf die Wellenlänge des sichtbaren Lichtes.

Im Jahr 2000 hat eine Doktorarbeit an der ETH-Zürich für schwache niederfrequente 50-Hz-Felder ergeben, dass Elektrosensibilität und Elektrosensitivität durchaus im Laborversuch nachweisbar ist. Die in Erlebnisberichten beschriebenen Störungen der Atmung und des Herzschlags konnte die Arbeit jedoch nicht bestätigen. Nach Einschätzung von Prof. N. Leitgeb (TU Graz), besteht bei etwa zwei Prozent der Bevölkerung ein Potenzial für mögliche elektrosensible Reaktionen. Dem widerspricht eine, allerdings schon etwas ältere (1998) Studie, an elf - nach eigener Einschätzung - elektrosensiblen Personen. Die Probanden wurden einer GSM-900-Mobilfunkstrahlung ausgesetzt, konnten diese jedoch nicht reproduzierbar wahrnehmen.

Die Interessenvertretung der schwedischen Elektrosensiblen (FEB) hat eine umfassende Dokumentation über Elektrosensibilität mit den Erfahrungen von 400 Betroffenen in englischer Sprache ausgearbeitet. Es gibt eine Zusammenfassung dieser Dokumentation und eine 1,3 MByte umfassende Langfassung.

Nachfolgend wird ein Versuch zu der Frage beschrieben, wie elektromagnetische Wellen (EMF) auf Hirnzellen von Nagetieren wirken können. Eine Elektrosensibilität wird dabei nicht angenommen.

Die Anhörung des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages vom 27.2.2013 zu Elektromagnetischen Feldern kann über die Mediathek des Deutschen Bundestages angesehen und auch heruntergeladen werden. Eine auf 1280x720 hochskalierte Version mit verminderter Datenrate von 1200 kbs ist unter: http://environmental-health-sciences.eu/emf abrufbar.



Rattenhirne vor und nach Mobilfunkbestrahlung:







Handys schädigen Rattenhirne, Folgen für Menschen unklar

Manch einer der mehr als 600 Millionen Handybesitzer in Europa wird sich am Telefon in Zukunft vielleicht kürzer fassen. Denn eine nun veröffentlichte Studie von schwedischen Wissenschaftlern der Universität Lund scheint die Befürchtungen mancher Mobilfunkkunden um ihre Gesundheit zum Teil zu bestätigen: Die Forscher wiesen erstmals Schäden an Nervenzellen im Gehirn von Ratten nach, die sie mit Mikrowellenpulsen eines Handys bestrahlt hatten.

24 Versuchstiere wurden zwei Stunden lang verschiedenen Strahlungsstärken ausgesetzt: 10, 100 und 1000 Milliwatt. Typisch für ein Telefonat mit einem handelsüblichen Handy sind circa 600 Milliwatt. 50 Tage nach der Bestrahlung untersuchten die Forscher die Gehirne der Nager. Ihre Untersuchungsergebnisse bestätigten zunächst frühere Resultate.

Demnach machen Handys die Blut-Hirn-Schranke (BHS) zwischen Kreislauf und Nervensystem durchlässiger für größere Moleküle – zum Beispiel für Eiweiße, die sich im Nervengewebe ablagern.

Zudem beobachteten die Forscher ein bis dahin unbekanntes Phänomen: Im Gehirn einiger Ratten fanden sie zahlreiche „dunkle Nervenzellen“, geschrumpfte, funktionsuntüchtige Neuronen. Sie traten bei den Tieren auf, deren Gehirne mit 100 Milliwatt und mehr bestrahlt wurden. Die Zahl der abgestorbenen Zellen stieg mit der Bestrahlungsleistung. Inwieweit die Ergebnisse auf Menschen übertragbar sind, ist indes unklar. „Dunkle Neuronen“ findet man auch bei Menschen. Vor allem im Alter und bei Alzheimerkranken, aber auch bei gesunden, jüngeren Menschen kommen sie vor. Die schwedischen Forscher haben das Alter der Ratten jedoch so gewählt, dass es dem menschlicher Teenager entsprechen soll.

Deshalb raten sie Kindern und Jugendlichen vorsichtshalber von exzessiven mobilen Gesprächen ab.

Die wichtigsten Ergebnisse der Salford-Studie vom 29. 01. 2003:
  • Die Handy-Strahlung ist die Ursache der gefundenen Neuronenschäden (Hirnzellenschäden).
  • Die Beweissicherheit liegt über 99,8%. Ein systematischer Fehler kann ausgeschlossen werden.
  • Die Öffnung der BHS ist schon bei zweistündiger Bestrahlung mit SAR = 2 mW/kg signifikant.
  • Die Öffnung der BHS ist noch 50 Tage nach nur einer zweistündigen Bestrahlung nachweisbar.
  • Geschädigte, krankhafte Hirnzellen sind signifikant nachweisbar - sowohl in den von Albumin durchdrungenen Hirnbereichen, als auch in den von Albumin freien Hirnbereichen.
  • Die Studie zeigt einen eindeutig steigenden Dosis-Wirkungs-Zusammenhang.
  • Trotz der gefundenen Hirnschäden waren keine Verhaltensstörungen bei den Ratten auffällig.

Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutsche Zeitung und der DIZ München GmbH.